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Es werden Posts vom April, 2020 angezeigt.

Schutzwall gegen die Freundschaft

Wann immer ich Steine von der Mauer, die meine Gefühle schützt, nehme, wann immer ich mich nach Freundschaft und Vertrauen sehne, werde ich verletzt. Es ist die Enttäuschung, die mich hetzt. Es ist nur möglich sich mit Menschen zu verstehen, lässt man sie nicht in die Seele sehen. Doch hast du jemanden gefunden, und hast dein Herz an diesen Menschen gebunden, lässt ihn teilhaben an deinem Gefühlsleben, nennst ihn Freund und willst ihm alles erzählen, Dann bricht eines Tages dieser Mensch dein Herz entzwei. Und das Vertrauen, das du ihm schenktest, ist mit einem Mal vorbei. Und wieder erhöhst du den Rand deiner Mauer, schließt dich ein in Enttäuschung und Trauer. Die Mauersteine zu entfernen, wird immer schwerer werden. Irgendwann denkst du, der Schutzwall muss sein, und dann bist du für immer allein.

Ich nannte sie Freunde

Ich nannte sie Freunde und glaubte daran, heute sehe ich sie nicht mehr als Freunde an. Ich nannte sie Freunde, vielleicht waren sie es auch. Doch in unserer Zeit sind Neid und Intrigen der Brauch. Ich nannte sie Freunde, nun ist es vorbei. Die so genannte Freundschaft brach irgendwann entzwei. Es schien ganz plötzlich, doch ich ahnte es zuvor. Unsere Wege trennten sich, jeder ging durch ein anderes Tor. Wir sahen uns dann lange Zeit nicht mehr, die Erinnerung daran macht das Herz mir schwer. Ich versuchte zu halten, was nicht zu halten war. Von der damaligen Freundschaft war schon bald nichts mehr da. Und sehe ich sie heute auf der Straße stehen, werde ich traurig, wenn sie wegsehen. Ich nannte sie Freunde und glaubte daran doch in meinem jetzigen Leben sehe ich sich nicht mehr als Freunde an.

Die Nesselsucht - (Urtikaria)

Es ist die Nesselsucht, die mich umbringt, Es ist die Nesselsucht, mit der mein Körper jede Sekunde meines Lebens ringt. Die Nesselsucht raubt mir die Kraft, sie hat über mich die Macht. Sie ist ein Dämon, der in mir ist und von meiner Lebenskraft frisst. Sie ist der Schmerz, der in mir ruht, und plötzlich überkommt ihn wohl die Wut, und er bricht aus. Die Nesselsucht ist für mich nicht nur ein Graus. Die Nesselsucht ist meine Not, sie umschließt mich mit Quatteln und bringt mir den lebendigen Tod.

Der typische Mann

Bevor der Mann die gewünschte Frau in seiner Hand, gibt er sich freundlich, liebevoll und charmant. Wenn die Frau einen Wunsch äußert, hört sie kein Aber und auch kein Wenn, der Mann gibt sich jederzeit als hilfsbereiter Gentleman. Doch wehe, er hat dann bekommen, was er gewollt! Auf unerklärliche Weise wird er vom Engel zum Unhold! Und bittet die Frau ihn mal dies oder das zu machen, antwortet der Mann darauf nur mit einem Lachen. Bittet die Frau ihn die schwere Tasche zu tragen, antwortet dieser: „Wie kannst du mich so etwas fragen?!“ Ja, ja, so ist er, der typische Mann, verliebt sich eine Frau in so einen, dann ist sie übel dran. Drum lass dir gesagt sein, sei auf der Hut, die Liebe zu einem Mann tut niemals gut!

Dämon Angst

Oh Dämon, der du in meinen Träumen wachst, ich kenne deinen Namen und gebe dir über mich keine Macht. Oh Dämon, der du irgendwann einmal jedes Herz berührst, der du so viele Menschen in die Irre führst, ich kenne dich und werde dich dieses Mal besiegen. So leicht wirst du mich nicht kriegen. Ich stelle mich dir, sehe dir ins Gesicht. Auf die Knie zwingst du mich dieses Mal nicht. Oh Dämon, so lang kann dein Schatten sein, du lässt die Menschheit nie allein. Doch manchmal begegnest du dem Menschen in seiner größten Not, und rettest ihn sogar vor dem Tod.

Herbstzeit

Was bringt mir dieses Jahr die Herbstzeit? Sie bringt mir Kummer, und sie bringt mir Leid. So wie der Regen aus den Wolken auf die Erde niederfällt, so tropfen Tränen, die über meine Wangen liefen, an meinem Kinn herunter, und wie des Herbstes Nebel erscheint mir meine Welt. Ohne den Weg vor Augen zu sehen, muss ich Schritt für Schritt weitergehen. So kahl, wie der Herbst bald die Bäume macht, erscheint mir die Hoffnung auf Glück. Immer wieder sehe ich in die Vergangenheit zurück. Doch machen meine Tagträume die grauen Zeiten von damals schön, und damals dachte ich, das Leid würde nie vergehen. Doch die Dunkelheit die ihren schweren Mantel um mich legt, ist in mir, und nur ich allein kann den Weg finden, der mich wegführt von ihr. Doch was bringt mir dieses Jahr die Herbstzeit? Sie bringt mir Kälte, Dunkelheit und Einsamkeit.

Fremder Feind

Oh, Mensch, welch grausam Wesen du doch bist, überschattest mit deinen finsteren Taten des Lebens Licht. Warum kannst du deinen Nächsten nicht so lassen, wie er ist? Er lässt dich doch auch so, wie du bist. Was lockt dich so am Krieg und am Tod? Krieg bedeutet doch nur Elend, Kummer und Not. Oh, Fremder, der du mitten unter uns lebst, der du den Tod völlig unschuldiger Menschen anstrebst, sag ist es das wirklich wert? Sieh`, welch Unheil du beschert! Ich frage dich Fremder, ist es so schwer deinen Nächsten in Frieden leben zu lassen? Du musst ihn ja nicht lieben, aber musst du ihn deswegen gleich hassen? Oh Fremder, der du dieses Leid bringst über die ganze Welt, zu dir sich wohl niemals der Frieden gesellt. Wie schön war die Welt ein paar Stunden zuvor, bevor du kamst und mit deinen Terroranschlägen Leid und Hass holtest hervor. Sag Fremder, findest du Gefallen daran, dass nun viele starben, so manches Kind, so manche Frau und so mancher Mann. Vie...

Der Regentropfen

Wie eine Perle, die vom Himmel fiel, hängst du nun am grünen Blatt, an Bäumen und an Hecken. In dir spiegeln sich die Strahlen, die sich von der Sonne auf die Erde niederstrecken. Dein Glitzern lockt mich schon von weitem an. Du bist eine kleine Perle, die bald auf den Boden fallen kann. Dann fließt du sachte in die Erde hinein um ihren Durst zu stillen, du verteilst dich und folgst so ihrem Willen. Lässt mit deiner Kraft neue Bäume entstehen, auf der sich weitere Perlen absetzen, und die kann dann jeder nach dem Regen sehen.

Misstrauen

Du Dorn, der du tief in meinem Herzen bist, bringst du mir Dunkelheit oder Licht? Schützt du mich vor großem Schmerz? Oder zerbrichst du mir eines Tages mein Herz? Ich kann dich vor anderen Menschen zwar verschweigen, aber ich kann dich wohl niemals ganz aus meinem Herzen vertreiben. Du Dorn, halt ein zur rechten Zeit, denn Misstrauen bringt Leere und Einsamkeit.

Der Baggersee

Voll Ruhe liegt er da, ich bin ihm gerade ganz nah. Über seiner Oberfläche fegen sanfte kleine Wellen, in ihm spiegelt sich der blaue Himmel mit seinen Wolken, den hellen. Dass er tief ist, beweist sein grüner Schein, jeden Tag fallen mehr kleine Steinchen hinein. Er gibt vielen Tieren ein Zuhaus’. Ob Steinbeißer oder Forelle, im klaren Wasser sehen sie wundervoll aus. Sein Wasser ist kalt, und erfrischend zugleich, geht man sachte hinein, umgibt einen das Wasser und erscheint ganz weich. An seinem Ufer stehen in sattem Grün Büsche und Bäume. Den Tieren dient er als Tränke, bevor sie abends entschweben in ihre Träume. Ich kenne ihn seit meinen Kindertagen. Schon damals hat er jeden Stock, den ich hineinwarf auf die kleine Insel in seiner Mitte oder ans andere Ufer getragen. Und nichts hat sich verändert. Nicht in Tagen, nicht in Jahren.

Weinende Augen

Sieh’ meine weinend Augen in der Dunkelheit. Sieh’ die Finsternis, die in mir ist und mich umgibt. Sieh’ die Schwere, die sich in meinem Herzen macht breit. Sieh’ das, was du nicht siehst. So viele Jahre sind vergangen, seit die Einsamkeit das erste Mal mein Gast. So viele Jahre und doch kein Ende in Sicht. Die Einsamkeit raubt mir die Kraft. In meiner Dunkelheit suche ich nach dem Licht. Wird sie niemals enden, die schmerzliche Tiefe, die mich auffrisst? Wie viel Zeit muss noch vergehen, bis mich diese Trauer verlässt? Sollte nicht die Zeit vertreiben die Qual, die dem Jugendlichen ist? Ein Häufchen Elend wird der einsame Rest. Sieh’ meine weinend Augen, doch du siehst sie nicht. Es gibt kein Barometer, das meine Trauer misst. Denn ich sitze im Dunkeln, so fern ist das Licht. Werden sie niemals aufhören, die Gedanken so schwer? Gibt es denn kein anderes Leben mehr? Sag’s mir! Sag’s.