Fremder Feind
Oh, Mensch, welch grausam
Wesen du doch bist,
überschattest mit deinen
finsteren Taten des Lebens Licht.
Warum kannst du deinen
Nächsten nicht so lassen, wie er ist?
Er lässt dich doch auch so,
wie du bist.
Was lockt dich so am Krieg
und am Tod?
Krieg bedeutet doch nur
Elend, Kummer und Not.
Oh, Fremder, der du mitten
unter uns lebst,
der du den Tod völlig
unschuldiger Menschen anstrebst,
sag ist es das wirklich
wert?
Sieh`, welch Unheil du
beschert!
Ich frage dich Fremder, ist
es so schwer deinen Nächsten in Frieden leben zu lassen?
Du musst ihn ja nicht
lieben, aber musst du ihn deswegen gleich hassen?
Oh Fremder, der du dieses
Leid bringst über die ganze Welt,
zu dir sich wohl niemals der
Frieden gesellt.
Wie schön war die Welt ein
paar Stunden zuvor,
bevor du kamst und mit
deinen Terroranschlägen Leid und Hass holtest hervor.
Sag Fremder, findest du
Gefallen daran,
dass nun viele starben, so
manches Kind, so manche Frau und so mancher Mann.
Vielleicht haben wir zu
deinem Terror wirklich zu lange geschwiegen.
Wir waren die Dummen und
nicht die Lieben!
Ich bete zu Gott, dass er
hat erbarmen,
mit den unschuldig
verwundeten und den von uns gegangenen Menschen, den armen.
Und eine Frage brennt tief
in mir,
sag Fremder, hast du denn
keine Seele in dir?
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