Weinende Augen

Sieh’ meine weinend Augen in der Dunkelheit.
Sieh’ die Finsternis, die in mir ist und mich umgibt.
Sieh’ die Schwere, die sich in meinem Herzen macht breit.
Sieh’ das, was du nicht siehst.
So viele Jahre sind vergangen, seit die Einsamkeit das erste Mal mein Gast.
So viele Jahre und doch kein Ende in Sicht.
Die Einsamkeit raubt mir die Kraft.
In meiner Dunkelheit suche ich nach dem Licht.
Wird sie niemals enden, die schmerzliche Tiefe, die mich auffrisst?
Wie viel Zeit muss noch vergehen, bis mich diese Trauer verlässt?
Sollte nicht die Zeit vertreiben die Qual, die dem Jugendlichen ist?
Ein Häufchen Elend wird der einsame Rest.
Sieh’ meine weinend Augen, doch du siehst sie nicht.
Es gibt kein Barometer, das meine Trauer misst.
Denn ich sitze im Dunkeln, so fern ist das Licht.
Werden sie niemals aufhören, die Gedanken so schwer?
Gibt es denn kein anderes Leben mehr?
Sag’s mir!
Sag’s.

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