Entwurzelt

Die Wurzeln, die ich für meine hielt,

es ist als ob sie mir jemand stiehlt.

Doch waren sie niemals meine.

Nein, denn ich habe keine.

All die Jahre lebte ich ohne es zu wissen.

Und ich weiß, in den folgenden Jahren werde ich sie vermissen.

Doch verstehe ich nun die Kälte, die ich fühlte.

Die mir so oft die Tränen in die Augen spülte.

So oft suchte ich in meinen Wurzeln Liebe.

Doch bekommen habe ich stattdessen nur Hiebe.

Sie umkrallten mich und ich fürchtete erdrückt zu werden.

Ich dachte: „Lass es zu, denn sie sind dein einziger Halt auf Erden.“

Nach so vielen Jahren, werden meine Befürchtungen wahr.

Die Wurzeln, die ich brauche, waren niemals da.

Doch stopp, was ist das?

Ein buntes Vöglein sitzt neben mir im Gras.

Es zwitschert, dass es die Hoffnung wäre.

Dass ich nicht allein bin, auf dieser Erde.

Denn ich habe ja noch mich.

Und das, sagt es, reicht sicherlich.

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