Demütigung
Seit er das erste Mal Gast in unserem Zuhause war,
ist dir eins auf jeden Fall klar!
Mich vor ihm zu demütigen ist für dich zu Berufung geworden.
Meine Schmerzen liegen tief in meiner Seele verborgen.
Mein Herz gehört ihm, doch das willst du nicht.
Du bist diejenige, die dafür sorgt, dass mein Herz zerbricht.
Jedes Mal wenn er hier ist, stellst du mich so vor ihm hin,
als wäre ich ein dummes kleines Kind.
Du erzählst ihm all meine Fehler und lachst über mich.
Du, der Mensch der mich lieben sollte, lässt mich im Stich.
Wenn er da ist, bin ich zittrig, meine Hände gehorchen mir nicht.
Du stellest jede winzige Tollpatschigkeit vor ihm ins Rampenlicht.
Ich hab dir vertraut und erzählt, dass es schlimm für mich ist vor ihm Fehler zu machen.
Wenn er da ist, suchst du die Fehler und machst mich vor ihm zum Affen.
Der Kaffee, die Blusen und auch die Pfannen.
Bei jeder Bewegung muss ich vor deiner Demütigung bangen.
Du tust so, als könnte ich allein keine Entscheidung treffen.
Sag, was hab ich dir getan, warum willst du dich bei mir rächen?
Meinst du, mir gefällt es, wenn mein Herz klopft, dass ich nicht mehr klar denken kann?
Denkst du, ich empfinde gerne so für einen Mann?
Vor deinen Demütigungen suchte ich einen Ausweg, doch mir fehlte der Rat.
Jetzt weiß ich, heute war für deine Demütigungen vor ihm der letzte Tag.
Und will ich auch noch so gerne in seiner Nähe sein,
wenn er uns das nächste Mal besucht, lasse ich euch zwei allein.
Dann kannst du lästern und schimpfen über mich.
Dann wird es mich nicht so sehr schmerzen, denn dann höre ich’s nicht.
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