Burgruine Ehrenberg
Umhüllt von Wolken liegt sie da.
Grad nicht sichtbar und doch so nah.
Im Nebel versteckt sich die Burgruine Ehrenberg.
Sie ist das Ergebnis von vielen Menschenhänden Arbeitswerk.
Lautlos liegt es da, umgeben von Wald und darunter vom Feld.
Das alte Gemäuer, wo einst lebten das Burgfräulein und der ritterliche Held.
Beleuchtet werden die Mauern heutzutage in der Nacht.
Ihr Anblick ist eine wahre Pracht.
Und meine Gedanken träumen von früherer Zeit,
als noch lebten die Rittersleut’.
Als vielleicht wandelte, lautlos und bedacht,
das Burgfräulein Kunigunde, durch die finstere Nacht.
Nur ein Kerzenhalter bot ihr Licht,
doch das störte die schöne Maid damals nicht.
Unwichtig war auch der Wind, der durch die offenen Burgfenster pfiff.,
denn Fensterscheiben waren ihr kein Begriff.
Und das zarte Herz der Kunigund,
dachte nur an ihren Ritter, zu jeder Stund.
Und die goldnen Löckchen, die sie unter der Nachthaube verbarg,
zierten ihr liebliches Gesicht am hellen Tag.
Und dicke Mauern aus grauem Stein,
nannten sie damals ihr „Eigenheim“!
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