Gefangen

Ich bin gefangen, die Ketten sind so stark.
Ich bin gefangen, und weiß mir keinen Rat.
Die Ketten, sie erdrücken mich.
Ihre Stärke ist gar fürchterlich.
Sie umklammern mich mit festem Halt,
die Ketten haben mich in ihrer Gewalt.
Oh, du guter, süßer Tod,
komm und siehe meine Not.
Die Ketten lassen mich sonst nie allein,
drum will ich lieber bei dir sein.
Oh, du guter, süßer Tod,
Sieh` herab auf meine Not.
Zwar habe ich Angst, vor deinen Klauen,
doch nichts ist schlimmer, als der Erde Grauen.
Immer mehr und mehr erdrücken sie mich,
oh, Freiheit, warum ließest du mich im Stich?
Kein Halt mehr auf dieser Erde,
keine Aussicht, dass es besser werde.
Der psychische Schmerz,
zerbricht mir das Herz.
Vertraute ich früher einem Menschen so sehr,
so weiß ich heute, Freundschaft gibt es nicht mehr.
Oh, du barmherziger Tod,
nimm mich in deine Arme, noch vor dem nächsten Morgenrot.

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