Flucht

Flucht vor mir selbst, Flucht vor dem Leben.
Flucht beim Schlafen, beim Fernsehen und beim Lesen.
Flucht in eine andere Welt,
in der das Gefühl noch zählt.
Doch wenn die Fernsehserie zu Ende, das Buch fertig gelesen,
kann man sich nur noch erinnern, wie schön es gewesen.
Kommt man dann in seine eigene Welt zurück,
fällt in Scherben das gewesene Glück.
Ein Stein zieht herab das noch schlagende Herz.
Die Leere fühlt sich an, wie ein tief sitzender Schmerz.
Und Bänder, aus Stahl, ziehen den Brustkorb zusammen.
Auf meinen Schultern liegen schwere Stangen.
Der letzte Funke von Hoffnung erlischt.
Wahres Glück, das gibt es nicht.
Ein oberflächliches Leben,
jeder gegen jeden.
Ein ewiger Kampf, alle wollen hoch hinaus.
Mit einer Seele, gibst du schnell auf.
Keiner für alle und alle für keinen.
Wenn einer fort ist, wer wird dann schon weinen?
Ein Lächeln auf den Lippen und Leere in den Augen.
Auf keinen darf man hören, keinem darf man glauben.
So ist das Leben, bitter und schwer.
Freude, die eben noch gewesen, gibt es jetzt nicht mehr.
Ein endloser Kampf, eine sinnlose Flucht.
Die beherrscht wird von einer enormen Sucht.
Oh, du seltsames Leben,
was kannst du uns denn noch geben?
-NICHTS!

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Mein größter Schatz Carsten

Halt mich

Das Lichtlein