Finstere Nacht

Wenn die Sonne untergeht,
und über Dir der Vollmond steht.
Wenn es draußen wird schon Nacht,
dann erst meine Sehnsucht erwacht.
Du bringst den Tod, das weiß auch ich.
Vor Dir mein Tod, ich fürchte mich.
Doch wär‘ ich furchtbar gern bei Dir,
ich find es schrecklich öde hier.
Ich will nicht sein wie Du,
doch geh ich abends zur Ruh,
ich wünschte Du wärest hier,
auch wenn Du bringst den Tod zu mir.
Ich wünschte, dass die Sonne am Tage mit mir lacht,
Und Freund sein will ich Dir in der finsteren Nacht.
Ich greife nach den Sternen,
von Dir könnt ich es lernen.
Ich weiß, Du bist vorhanden nicht.
Doch sehe ich oft Dein Gesicht.
Ich will es und ich will es nicht.
Nie könnte ich verzichten auf das Licht.
Der Sonnenaufgang ist so schön,
auch ihm entgegen will ich gehen.
Doch beides zusammen geht halt nicht,
denn Dunkelheit verschluckt das Licht.

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