Der verlorene Traum

Manchmal ist das Leben ein Alptraum.
Ohne Tür ist jeder Raum.
Langsam rattert das Rad der Zeit.
Unaufhörlich wird der nächste Tag Vergangenheit.
Und was wir in unseren Erinnerungen als Vergangenheit sehen,
manchen wir nie wieder ungeschehen.
Ich trinke den Wein der Bitterkeit.
In meinem Herzen fühle ich Trauer und Leid.
Bitteres Leben, bitterer Wein.
Und meine Tränen fließen hinein.
Fließen auf meinen Wangen herab.
Ich grabe mir mein eigenes Grab.
Doch ist’s nicht das Grab nach dem ich mich sehne so sehr,
es ist nicht das Grab des Todes in dem ich gerne währ.
Es ist das Grab, das ich mir im Leben geschaffen habe.
In meinem Herzen brennt eine tiefe Narbe.
Ich will schreien, doch mein Hals schnürt sich zu.
Ich will schlafen und vergessen, doch ich finde keine Ruh’.
Ein kalter Stein in meinem Herzen,
Hoffnungen verwandeln sich in unerträgliche Schmerzen.
Warum ich? Warum passiert es mir?
Hol’ mich doch jemand raus aus dieser Hölle hier!
Holt mich raus! Ich kann hier nicht sein.
Bin unter Menschen und dennoch allein.
Allein mit meiner Dummheit, denn die kann mir Niemand abnehmen.
Genauso wenig wie mein Leben.
Ich wünschte, Gevatter Tod liebkose mich mit seinem Kuss.
Ein Hauch Verwesungsgeruch und dann wäre endlich Schluss.

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